Schneckenhaus 

Es ist dunkel und still,

ich höre mein Herz klopfen.

Feuchtigkeit dringt aus den Poren,

mein Atem ist heiß,

den Kopf eingezogen

lausche ich meinen Gedanken.

Der Welt abgekehrt,

allein mit mir,

erlebe ich die Momente neu,

höre ich das Echo, das rauschend flüstert.

Dem Widerhall meiner Sinne ganz ergeben,

lasse ich mich fallen.

Funken sprühen rings um mich her,

erleuchten mein Haus,

durchdringen den Nebel,

der mich schwer umfangen hält.

Heller leuchten die Sterne,

explodieren im Kopf.

Die Sinne schwinden und Ohnmacht umfängt mich,

nach süßem Schlummer neu erwacht,

kriechen die Gedanken.

Eilen schneller, immer schneller.

Mein Herz springt und das Blut beginnt zu rauschen.

Ich will mich strecken,

doch das Haus hält stand.

Erst Atem schöpfen und besinnen.

Langsam schlüpft der Kopf empor.

Wärmendes Licht umfängt mich

und begrüßt den Tag,

langsam, langsam,

strecken, strecken.

Und die Wolken ziehen wieder ...

Für Franziska

Katharina Wölke, 2004